A K T U E L L E S 

AUSSTELLUNGen :

Kaumberg in alten Ansichten

50 Jahre Mondlandung  - Kleinausstellung   

__________________________________________________________

 

Die Marktgemeinde Kaumberg liegt im Bezirk Lilienfeld im südlichen Wienerwald am Fuße des Kaumbergsattels (Gerichtsberg) in einer Höhe von 494 Meteren.

Aus Urkunden und schriftlichen Unterlegen erfahren wir, dass es um 955 nach der Schlacht gegen die Ungarn am Lechfeld, dann in unserem Gebiet zu einer stärkeren Besiedlung kam. Siedlungen entstanden und Ortskerne wurden planmäßig angelegt. Häuser mit einem sogenannten "Gemeindeland" die ursprünglich zur Herrschaft gehörten, nannte man "Urhäuser". In einer Aufstellung aus dem Jahre 1710 wurden in der Herrschaft Araburg Kaumberg 96 "behauste Güter" verzeichnet. Im Laufe der Zeit änderten sich durch Verkauf, Schenkungen und Neunutzungen die Urhausbesitzungen. Scan 4

1590 wurde Kaumberg als Markt erwähnt, hatte aber kein eigenes Wappen. Als Wappen wurden damals drei Lilien auf blauen Grund verwendet - das Wappen des Stiftes Lilienfeld.

Erst am 29. Juli 1973 wurde Kaumberg unter Bürgermeister Johann Deimbacher von Landeshauptmann Andreas Maurer die Wappenurkunde überreicht.  Scan 1

luftaufnahme marktplatz

Die Pfarrkirche "zum Heiligen Michael" bekam am Ende des 12. Jhdts Chunrad de Arberg vom Passauer Bischof als Lehen. Im Passauer Pfarreinkünfte Verzeichnis wird die Kirche 1280 erstmals erwähnt. 1265 kam die Pfarre zum Stift Mariazell im Wienerwald, welches nach der Ersten Türkenbelagerung in finanzielle Schwierigkeiten kam und daher das Patronatsrecht an den Burgherren Seewald Pögel verkaufte. 1580 kam die Pfarre in den Besitz der protestantischen Jörger, den Herren auf der Araburg. Erst 1622 wurde der protestantische Burgherr entmachtet und die Burg vom Stift Lilienfeld erworben. Sehenswürdigkeiten sind unter anderem der Marktplatz mit Häusern zum Teil aus dem 14. bis 17. Jhdt, dem Faßbrunnen, dem Pranger mit der Rolandstatue als Symbol der Marktfreiheit,   dem alten "Wanderhäusl" (Herberge, später Schule und heute Heimatmuseum) und das im Cafe Maria Theresia befindliche Kaiserzimmer. P1010002