A K T U E L L E S 

AUSSTELLUNGen :

Kaumberg in alten Ansichten

50 Jahre Mondlandung  - Kleinausstellung   

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ehemalige NÖ Südwestbahn  -  (Dauerausstellung)

Die Ausstellung informiert über die Planung, den Bau und Betrieb der Bahn bis zur teilweisen Streckeneinstellung zwischen Weissenbach und Hainfeld. 

Wie es begann:
Schon nach der Ferigstellung der Westbahn 1860 kam der Gedanke einer Verbindung zur  SWB Grenzstein 2Südbahn auf - und zwar von St. Pölten nach Mürzzuschlag. Wegen der zu hohen Kosten entschied man sich für eine günstigere Variante - einer Verbindung von St. Pölten nach Leobersdorf. Am 3. Oktober 1877 wurde die Strecke Leobersdorf - St. Pölten eröffnet. 

Um 1890 wurden ein von der Firma Krauss in München entwickelter "Sekundärzug", bestehend aus einem Stockwagen einer Strassenbahn-ähnlichen Lokomotive eingesetzt. Diese Züge - es wurden drei Stück angekauft - verschwanden jedoch nach wenigen Jahren von der Strecke. Leobersdorfer Bahn Dampfomnibus um 1880 web

Die weiteren Jahre:
wegen Finanzieller Schwierigkeiten übernahm den Bahnbetrieb die k.k. Staatsbahn. Entlang der Strecke siedelten sich Industriebetriebe an. Bemerkenswert war ein Gleisanschluss, auf dem eine elektrische Industriebahn 1912 (!) vom Bahnhof Wilhelmsburg zu den dortigen Fabriken fuhr. Auch wurde eine Verbindung Eichgraben - Hainfeld geplant, jedoch nie ausgeführt. In der Zeit des Ersten Weltkrieges kam es zur Steigerung des Frachtaufkommens aus dem ungarischen Raum über St. Pölten nach Westen, das allerdings in der Zwischenkriegszeit stark zurückging.

Die Zeit der deutschen Reichsbahn
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1938 verschwand der Name BBÖ und die Bahn wurde der IMG 0156 Kopie Reichsbahn angeschlossen. Einige Umbauten im Sicherungssystem wurden nötig, wie z.B. der Austausch der Hauptsignale und der Ausbau des Rangierbahnhofes Spratzern. Die 1923 errichtete Dienstanfängerschule der BBÖ bei Hart-Wörth bekam die Bezeichnung "Reichsbahn Zentralschule".

Die Zeit nach 1945
In den letzten Kriegstagen wurde die Bahnlinie stark in Mitleidenschaft gezogen, Brücken, Bahnanlagen und Bahnhöfe wurden zerstört. Mit viel Arbeitsaufwand konnte der Betrieb behelfsmäßig wieder beginnen. Auch nach weiteren Ausbauten blieb die Leobersdorfer Bahn eine "Nebenbahn". Pläne zur Elektrifizierung gab es in den 1950er Jahren, sie wurde jedoch nie ausgeführt. kaumbahn

In den 1960er und 1970er Jahren verkehrten Arbeiterzüge und Schülerzüge, welche aber immer mehr an Bedeutung verloren, ebenso die noch wenigen verkehrenden Güterzüge. Das führte schließlich zur Einstellung des gesamten Eisenbahnverkehres zwischen Weissenbach und Hainfeld. Damit ging ein Stück Eisenbahngeschichte zu Ende - eine Bahnlinie, die einst Ausflügler und Urlauber in unsere Gegend brachte und einst ein Motor für Wirtschaft und Tourismus war.
Eine Erinnerung an die Leobersdorfer Bahn ist noch als Modellbahn in unserem Museum zu besichtigen.