Von der analogen Photographie zur digitalen Fotografie

Diese Ausstellung gibt einen Eindruck über 180 Jahre Fotografie. Von den Anfängen der analogen bis zur Digitalfotografie - von den ersten Versuchen bis zur heutigen "Jedermann"-Fotografie. Alte Kameras und Filmapparate, sowie fotografisches Zubehör werden hier präsentiert.

Die Fotografie basiert auf der Entdeckung des Prinzips der Camera obscura und der Laterna magica. Das Wort Fotografie stammt aus der altgriechischen Sprache und bedeutet "mit Licht zeichnen". lois daguerre
Nach der Veröffentlichung, der nach Louis Daguerre benannte "Daguerreotypie" am 7. Januar 1839 in der französischen Akademie der Wissenschaften in  Paris verbreitete sich das Verfahren in der ganzen Welt. Während Daguerre Platten aus Zinn, später aus Glas als Trägermaterial einsetzte, benutzte William Henry Fox Talbot Papier. Letztlich hat es Talbots Verfahren in abgewandelter Form bis in die heutige Zeit geschaft. Die Erhöhung der Lichtempfindlichkeit der Trockenplatten bezog sich jedoch noch auf schwarzweiße Halbtonvorlagen. Erst an 1906 wurde die Voraussetzung für eine tonwertrichtige Wiedergabe in Grauwerten erreicht.

Die Industriealisierung der Fotografie
1988
kommt die erste Papier-Rollfilmkamera "Kodak 1" von Kodak auf den Markt. Die Entwicklung schreitete nun rasch voran. Thomas A. Edison führte die Perforation des Rollfilmes ein. 1935: erste Kamera mit Blitzsinchronisierung für Osram "Vacublitz-Birnen".  blitz 1938: erste Kamera mit Belichtungsautomatik - die "Super Kodak Six-20" und 1958 kam die "Minolta 7000" als erste Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit Autofokus auf den Markt. 1985 wurde das erste digitale Kamerasystem von Kodak entwickelt. Die erste digitale Systemkamera mit eingebauten Bildschirm war die Panasonic "Lumix DMC-G1" ohne Schwingspiegel.

 Die Farbfotografie  330px Farbfotografie Stillleben 1898

1861 zeigte der schottische Physiker James Clerk Maxwell das erste Farbfoto der Öffentlichkeit. Der Dreischichtenfilm wurde von Kodak 1935 und 1936 von Agfa auf den Markt gebracht. Nach diesem technischen Verfahren - ein wenig verbessert - funktionieren Farbfilme bis heute.

Die digitale Fotografie
Die erste digitale Kamera war ein 1975 von Steven Sasson entwickelter Prototyp, der sich jedoch nicht durchsetzte und so gilt die 1981 von Sony unter dem Namen "Mavica" als "Ur-Digitalkamera". Das Speichermedium war ein Magnetdisk (2-Zoll-Floppy-Disk). Die erste wirklich brauchbare Digitalkamera stellte 1991 die kalifornische Firma Dycam auf der Computermesse CeBIT unter dem Namen "Model-1" vor.  Sony mavica fd5 cleanedDie Kamera war mit einem CCD-Sensor ausgestattet, das die Übertragung der Bilder auf dem Computer ermöglichte. 1992 präsentierten nahezu alle namhaften Firmen digitale Protortypen. Neben den klassischen Kameraherstellern, wie Kodak und Rollei waren der Videogigant Sony und Leica ebenfalls mit Digitalkameraprototypen vertreten.

1994 wird als das "offizielle Startjahr" der digitalen Fotografie in Deutschland angesehen, da namhafte Studios den Einsatz von Digitalkameras bekannt gaben. Heute ist die digitale Fotografie eine Selbsverständlichkeit - fotografieren wir doch fast alles mit dem Handy.